Modernisierung der Abluftverbrennungsanlage spart 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein
Nach rund
vier Jahren hat der CHEMPARK-Betreiber CURRENTA die
Modernisierung der Thermischen Abluftverbrennungsanlage (TVA) in
Dormagen abgeschlossen. Für circa neun Millionen Euro wurden seit 2006
alle wesentlichen Bauteile erneuert. Eine jährliche CO2-Ersparnis von
30.000 Tonnen und ein effizienterer Betrieb der Anlage sind die
Ergebnisse der Investitionen, die zeigen: „Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit
passen zusammen."
Die Modernisierung der TVA ist ein wichtiger
Bestandteil des CURRENTA-Klimaschutzprogramms „Energieeffizienzklasse
A++“. Das Ziel des Klimaschutzprogramms ist, die CO2-Emissionen des Unternehmens von
2005 bis 2012 um mindestens 200.000 Tonnen im Jahr zu senken. Die erneuerte Anlage bringt für
Dormagen eine Entlastung, die in etwa dem CO2-Ausstoß von 10.000 Autos
mit einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern entspricht.
In der TVA werden Ablüfte von 30 Produktionsbetrieben
aus dem CHEMPARK Dormagen bei Temperaturen über 800 Grad Celsius
verbrannt. Dies erfolgt in mehreren speziellen Öfen, wobei die Ablüfte
mittels Erdgas befeuert werden. Als letztes Projekt der Modernisierung
wurde in den vergangenen zwölf Monaten einer der drei Hauptbrennöfen
samt Dampfkessel für drei Millionen Euro neu gebaut. Der neue Kessel
erreicht bei der Rückgewinnung von Dampf – eine unverzichtbare
Energiequelle für die Produktion im CHEMPARK – einen um fast 80 Prozent
höheren Wirkungsgrad. Allein diese Maßnahme spart jährlich rund 10.000
der insgesamt 30.000 Tonnen CO2 ein. Die daraus resultierenden
finanziellen Vorteile helfen CURRENTA, die Entsorgungspreise für die
Kunden stabil zu halten. Die modernisierte TVA bedeutet für den Standort
neben den Umweltvorsteilen auch eine Investition in die Zukunf des Standortes.
Die Umbaumaßnahmen an der TVA wurden in den
vergangenen vier Jahren bei laufendem Betrieb vorgenommen. Organisatorisch war die Modernisierung eine große Herausforderung. Die teilweise einer Operation am offenen Herzen glich. Z.B. musste der 80 Tonnen schwere neue Kessel zentimetergenau in den vorhandenen Stahlbau eingefädelt
werden.