Energieeinsparung durch Druckabsenkung im Druckluftnetz
Im
Rahmen einer mehrwöchigen Praktikumsarbeit wurde das in vielen Jahrzehnten entstandene
und weitverzweigte Druckluftnetz im Werk Gütersloh analysiert. Ziel war es,
Engpässe im Netz zu finden, die bisher eine Druckreduzierung verhinderten.
Hierzu wurden das Rohrleitungsnetz aufgenommen, Druckschlechtpunkte ermittelt
und Netzberechnungen durchgeführt.
Als Ergebnis der Arbeit wurden einige Teilstücke in den Rohrleitungen ausgetauscht. In Abstimmung mit den Nutzern wurde der Druck dann im gesamten Druckluftnetz um 0,2 bar gesenkt. Hierdurch ergibt sich eine Minderung des jährlichen Strombedarfs von 170.800 kWh und eine Reduzierung der jährlichen CO2-Emissionen von 36,5 Tonnen.
Die weitere Druckabsenkung wurde erwartungsgemäß durch die Erfordernisse einzelner Fertigungsanlagen begrenzt. An diesen Anlagen gibt es weitere Untersuchungen, ob Änderungen in einem akzeptablen Aufwand möglich sind, um den Druck weiter zu senken. Für Neuanlagen werden die Vorgaben zum zulässigen Druck in der so genannten Betriebsmittelrichtlinie überarbeitet. In dieser Vorgabe sind Rahmenbedingungen beschrieben, um beispielsweise die Ersatzteilhaltung zu reduzieren, Schnittstellen und Funktionalitäten, sowie Energiespartechniken zu definieren.
