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Das Projekt: WACKER Power Plus – Mehr als 10 Prozent Energieeffizienzsteigerung in 3 Jahren

files/images/Wacker/Wacker 400.jpgDie Wacker Chemie AG hat sich in ihrer Unternehmenspolitik verpflichtet, sowohl Rohstoff- und Energieeinsatz sowie Emissionen und Abfallmengen zu minimieren. Dazu wurde im Unternehmen eine breite Maßnahmenpalette umgesetzt. Ein Baustein dieser Palette ist ein erweitertes Energie-management. Im folgenden Artikel werden die hiermit verbundenen Projektabläufe und -erfolge vorgestellt.

Der Strom- und Wärmeverbrauch lag 2009 konzernweit bei rund 5,5 Terrawattstunden. Energie ist für das Unternehmen ein entscheidender Produktionsfaktor. Dies bezieht sich sowohl auf die Kosten der Energie- und Medienversorgung als auch auf die bedarfsgerechte Verteilung und sichere bzw. planbare Verfügbarkeit von Strom, Gasen, Wärme, Dampf, Wasser und anderen Medien.

In Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmensteilen wie Produktionsbetrieben, Rohstoffeinkauf, Controlling, etc. koordiniert und steuert das Wacker-Energiemanagement-Team konzernweit alle energierelevanten Aktivitäten. Die Konzernleitung initiierte im Jahr 2006 das Projekt WACKER Power Plus. Projektziel ist es, die Energieeffizienz an den unter Energieaspekten entscheidenden Standorten Burghausen und Nünchritz innerhalb von drei Jahren um weitere zehn Prozent zu steigern (Basis: 2006). Diese beiden WACKER-Standorte repräsentierten im Jahr 2007 mehr als drei Viertel des konzernweiten Energieverbrauchs. Mit der Umsetzung des Projektes wurde das Wacker-Energiemanagement-Team beauftragt.

Informationen zur Wacker Chemie AG

Bei der systematischen Suche nach Einsparpotenzialen wurde zunächst die energetische Relevanz der verschiedensten Betriebsstellen an den Standorten untersucht. Die Untersuchung betrachtete neben den direkten Energie-umwandlungs- und -verteilungsprozessen auch Sekundärenergien wie Druckluft, Kälte, technische Gase und Kühlwasser. Auf Grundlage dieser Untersuchungen und den zusätzlichen Ergebnissen von Abfragen zum Energieeinsatz in den Betriebsstellen, erfolgte eine detaillierte Analyse der Energieströme.

Das Wacker-Energiemanagement-Team bewertet die ermittelten Verbesserungsmaßnahmen nach technischen Gesichtspunkten. Bei der wirtschaftlichen Bewertung der Maßnahmen wird der gesamte Standort in die Überlegungen einbezogen: Maßnahmen werden auch erfasst, wenn sie für einzelne Betriebe wirtschaftlich nachteilig, jedoch für den Gesamtstandort positiv sind. Flankiert wurden die Energieeffizienzpläne des Projekts POWER PLUS zusätzlich durch Sonderaktionen aus dem Bereich Ideenmanagement.

Die Systematik zur Energieeffizienzsteigerung wurde so angelegt, dass eine dauerhafte, kontinuierliche Verfolgung sowohl des spezifischen Energieverbrauchs als auch einzelner Maßnahmen auf Betriebs- und Geschäfts-bereichsebene möglich ist. Dies schafft zusätzlich zum optimalen Überblick über die Bedarfs- und Effizienzentwicklung die Grundvoraussetzungen für eine Zertifizierung.

Bis Ende 2009 untersuchten WACKER-Energieexperten rund 40 Anlagen an den Standorten Burghausen und Nünchritz. Daraus ergaben sich mehr als 150 Einzelmaßnahmen, die nach und nach umgesetzt werden.

Nach Realisierung aller Maßnahmen wird der Standort Burghausen rund 178.600 MWh Strom (minus 14,3 Prozent) und 525.000 Tonnen Dampf (minus 22,8 Prozent) pro Jahr einsparen. Für das Werk Nünchritz summieren sich die Einspar-potenziale durch Power Plus-Maßnahmen auf 18.100 MWh Strom (minus 18 Prozent) und 325.000 Tonnen Dampf (minus 50 Prozent) im Jahr.

Strombedarf: -14,3 und -18 Prozent

Dampfbedarfs: -22,8 und -50 Prozent

Die langfristige positive Entwicklung kann insbesondere am zweitgrößten Standort Nünchritz anhand der absoluten und spezifischen Dampferzeugung des erdgasbefeuerten Heizkraftwerks nachvollzogen werden, siehe Abb. 1.

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